Diagnose

Diagnose und Planung

Kieferorthopädische Diagnostik

Kieferorthopädische Diagnostik

Gemeinsam finden wir die optimale Lösung für Sie – um eine optimale Behandlung durchführen zu können, sind im Vorfeld und je nach Fall verschiedene Maßnahmen zu treffen:

Die klinische Untersuchung

Wenn Sie das erste Mal bei uns sind, werden Sie zunächst einmal „klinisch untersucht“. Bei der klinischen Untersuchung wird ein Zahnappell durchgeführt, also überprüft, ob alle Zähne, vor allem die bleibenden, vorhanden oder zumindest angelegt sind. Um die Anlage der bleibenden Zähne zu überprüfen, welche (noch?) nicht im Mund sind, empfiehlt sich eine röntgenologische Untersuchung. Während der Untersuchung wird bei optisch verdächtig wirkenden Zähnen auch die Vitalität der Zähne und eine evtl.

Aufklopfempfindlichkeit überprüft. Ein Blick auf Zunge und Schleimhäute gehört natürlich auch dazu. Wir untersuchen die Schleimhäute auf Unregelmäßigkeiten und/oder Verletzungen und Zahnabdrücke, um Hinweise auf „Nebenbeschäftigungen des Gebisses“ wie Knirschen und Pressen zu finden.

Modellanalyse

Sollten wir uns mit Ihnen einig sein, dass eine Behandlung schon im „klinischen Aspekt“ sinnvoll erscheint, so nehmen wir von Ihren Zähnen Alginat-Abformungen, welche in unserem Labor mit Gips ausgegossen werden. Aus diesem Klumpen Gips wird dann ein in den drei Dimensionen eingeebnetes Modell Ihrer Kiefer hergestellt. Zur diagnostischen Auswertung gehört eine genaue Analyse dieses Modells.

Es lassen sich dabei wichtige Schlüsse für die Behandlungsplanung ziehen. Die Platzbedarfsanalyse mit ihrer positiven oder negativen Bilanz gehört heute zu den wichtigsten Kriterien in der Entscheidung der Notwendigkeit von Zahnextraktionen. Ganz wichtig außerdem: Nur auf den Kiefermodellen können wir sehen, wie Ihre inneren Zahnhöcker ineinander passen.

Röntgen

Als wichtige Ergänzung zur ersten klinischen Untersuchung werden von Ihnen auch Röntgenaufnahmen angefertigt. Wir werten verschiedene Röntgenbilder aus, von welchen zwei zur regelmäßigen Verlaufskontrolle mehrfach innerhalb der Behandlung angefertigt werden müssen. Das „OPG“ (Orthopantomogramm) gibt am besten Auskunft über vorhandenes Zahnmaterial, die Stellung der Zahnwurzeln und die Konfiguration der Kiefergelenke. Zwei- oder dreimal während der Behandlung fertigen wir ein seitliches Röntgenbild des Schädels zur Kephalometrie (=Schädelvermessung) an. Darauf erkennen wir unter anderem den Wachstumstyp des Schädels sowie wichtige Details der Ober- und Unterkieferlage und der Schneidezahnstellung. Die Auswertungen gehen in unsere Entscheidungen zur Therapieplanung mit ein. Sie sehen: Es ist kaum möglich, allein aufgrund der klinischen Untersuchung einen festen Therapieplan zu geben.

Fotografie

Unsere Fotos sehen zwar auch gut aus, wichtig ist aber nicht die Haarfarbe sondern der Profilverlauf. Im Zuge der kieferorthopädischen Planung und der Therapie wird immer auch der Gesichtstyp vermessen und berücksichtigt, da sich bestimmte Therapieformen stark auf das Profil auswirken. Die fotografischen Auswertungen gehen in unsere Entscheidungen zur Therapieplanung mit ein. Ein kieferorthopädischer Therapieplan basiert auf umfangreichen Untersuchungen.

Der kieferorthopädische Behandlungsplan

Die Ergebnisse all der zuvor genannten Untersuchungen gehen in den individuellen Behandlungsplan ein. In der Regel planen wir eine kombinierte Behandlung aus funktionskieferorthopädischer Therapie einerseits und gezielter, oft nur mit festsitzenden Mitteln realisierbarer Einzelzahnbewegung andererseits, um eine Synthese aus Funktion und Ästhetik zu erreichen. Dabei wird immer auch großes Augenmerk auf die Konfiguration der Kiefergelenke gelegt.